Tränen aus Eis

Langsam tropfen sie in den Schnee. Meine Tränen aus Eis. Wie kleine Bäche bahnen sie sich den Weg durch mein Gesicht. Die Tränen sind so kalt wie er. Sie spiegeln meine Trauer, meine unendliche Trauer. Doch ich bin machtlos. Wie jedes Mal wenn ich einen Blick auf ihn erhasche. Dort steht er. An der Bushaltestelle. Und er sieht mich nicht. Er läßt seinen Blick durch die trostlose Gegend wandern. Nirgends hält sein Blick, nichts ist ihm einen zweiten Blick wert. Instinktiv ducke ich mich weiter in den Schatten zurück. Aber er wird mich nicht bemerken. Auch ich bin ihm keinen zweiten Blick wert. Was mache ich hier bloß? Es ist doch sonderbar, welches Verhalten ich zeige. Wegen jemanden, dem ich nichts bedeute. Ach könnte ich doch neu starten, ihm eine andere Seite meines Charakters zeigen. Doch ich bin ich. Diese Erkenntnis ist mir nicht neu. Immer wieder stosse ich an meine Grenzen. Ich bin nicht genug für ihn, er braucht mich nicht. Ich ziehe mich weiter in den Schatten zurück. Weiter in den Schattten. Weiter und weiter. Ich gehe. Meine Hoffnung verlässt mich jeden Schritt etwas mehr.

23.11.16 19:51

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