Gefühlswelt

Schmerz. Schmerz, so viel Schmerz. Meine Sicht ist benebelt, geblendet von den schrillen Farben. Eigentlich sehe ich alles und doch nichts. Nur ihn. Ihn mit diesem gefühlskalten Blick. Es tut so weh, ihn so zu sehen. Es tut weh wie er mich ansieht. Fühlt er denn nichts? Aber ich fühle. Mehr denn je. Ich höre ihn reden. Merke wie seine Stimme mein Herz berührt. Soll ich schreien oder weinen. Nein. Ich bleibe stumm. Zu verletzlich werde ich wenn ich ihm meine Gefühlswelt darlege. Langsam vergehende Sekunden erfüllt mit seiner Stimme quälen und erfreuen mich gleichzeitig. Jeder bekommt das, was er verdient. Doch verdiene ich ihn nicht? Verdiene ich es nicht glücklich zu sein? Seine Blicke erdrücken mich, erstechen mich, bringen mich um den Verstand. Tränen laufen mein Herz herunter. Es weint. Um ihn. Um mich. Doch nicht um uns. Es wird nie ein Uns geben. Diese Erkenntnis trifft mich mit jedem seiner Worte mehr. Er fühlt nichts. Er ist kalt und seine Miene hart. Es ist zu viel für mich. Mein Magen rebelliert, meine Stimme wird erstickt und mein Herz zerbirst. Ich weiss, dass er mir beim Zerbrechen zuschaut. Er hat den Platz in der ersten Reihe in meinem eigens kreirten Drama. Den besten Platz, den ersten. Den ersten in meinem Herzen. Zusammengesackt verlasse ich diese Szene.

16.11.16 17:04

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