Gedankenkarussell

Nachts vorm Einschlafen. Die Monster kriechen langsam hervor. Die Stimmen sprechen zu einem. Doch sie kommen nicht unter dem Bett hervor. Nein, sie sprechen aus deinem Kopf. Rauben einem dem Schlaf. Horrorfilm für Horrorfilm spielt sich im Kopf ab. Schreckenssekunde für Schreckenssekunde. Man kann das Gesankenkarussell nicht stoppen. Nein, niemand wird es je stoppen können.  Kann man in den eigenen Gedanken ertrinken? Wenn ja wird es so kommen. Bin ich verrückt? Die Stimmen sind sich nicht einig. Sie schreien. Alle. Durcheinander. Die anderen hören sie nicht doch für mich sind sie so laut wie ein zerbestendes Fenster. So schrill wie das Kratzen von Nägeln auf einer Tafel. So grausam wie das Kugelfeuer eines Krieges. So unaufhaltsam wie ein Karussell. Es wird mich verschlingen. Stück für Stück. Langsam aber sicher. Wie die züngelnden Flammenspitzen eines Brandes ist es unkontrollierbar. Sie greifen nach mir. Ich werde ihnen nicht entkommen können. Sie werden mich zerfetzen...

9.10.16 11:55, kommentieren